Kapitel 12 · 1 min
Bildung, Requalifizierung, alpiner Campus
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Die KI-Transformation wartet nicht. Wer sich als Erwerbstätiger jetzt ausrüstet, gewinnt einen Vorsprung, der sich später kaum noch aufholen lässt. Der Kanton muss nicht mit Zürich oder Lausanne um KI-Forschung konkurrieren – dazu fehlen ihm Mittel und Interesse gleichermassen –, aber er muss seine aktiven Erwerbstätigen rasch ausrüsten. Der im Kapitel skizzierte alpine Campus ist keine neue physische Institution, sondern ein gegliedertes Dispositiv, das kurze Modularität (Stunden oder Tage, nicht Semester), Hybridisierung von Präsenz und Distanz an mehreren Orten des Kantons, Praxisverankerung (konkrete Fälle nach Branche), Zweisprachigkeit Französisch-Deutsch und geringe Kosten für die Lernenden verbindet. Drei Bildungswege bestehen nebeneinander: eine breit angelegte gemeinsame Grundkompetenz, eine Ausbildung der Seniors, die orchestrieren (der strategische Weg des Dispositivs), sowie ein Angebot für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Bei der Trägerschaft neigt der Autor zu einem Hauptmandat der HES-SO Valais-Wallis, ergänzt durch spezifische Vereinbarungen. Das untergenutzte Idiap-Institut erhält eine besondere Rolle: Weiterbildungsmodule für qualifizierte Erwerbstätige, technische Beratung des Kantons, angewandte Forschung und Entwicklung. Die kontraintuitive Wette, zu der man öffentlich stehen muss: vorrangig die Seniors auszurüsten, die orchestrieren, statt die Junioren, die ausführen.
Die französische Fassung ist massgebend.