Kapitel 13 · 1 min
Demografie
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Hier läuft alles zusammen. Öffnet die KI ein territoriales Zeitfenster, und verfügt das Wallis über die Trümpfe, sich darin zu positionieren, dann ist die entscheidende Frage demografischer Natur. Nicht die aggregierte Demografie, die für den Kanton eher günstig ausfällt, sondern die qualifizierte Demografie. Drei Verben ordnen sie: halten, anziehen, weitergeben – und sie folgen aufeinander: Das Halten macht das Anziehen glaubwürdig, und das Anziehen verschafft dem Weitergeben seine Adressaten. Halten setzt voraus, auf Komplementarität statt auf Nachahmung zu setzen: die Bedingungen für eine Rückkehr nach zehn Jahren für junge ausgewanderte Walliserinnen und Walliser schaffen (die oft bei der Gründung einer Familie zurückkehren), die beruflichen Milieus in den Spezialgebieten des Kantons verdichten, die inzwischen möglichen hybriden Lebensformen erleichtern. Anziehen fügt der klassischen Zielgruppe der Familien eine neue strategische Zielgruppe hinzu: Erwerbstätige in der Laufbahnmitte, die architekturieren und orchestrieren können. Die Besteuerung muss zunächst nachvollziehbar sein, bevor sie aggressiv sein darf; der Wohnraum bleibt der Kipppunkt. Weitergeben umfasst zwei Bewegungen: an die jungen Walliserinnen und Walliser (wissen, woher sie kommen, im Zeitalter der grossen Modelle, die ihr Erbe nicht von selbst mittragen), und an die Neuankömmlinge (aktive kulturelle Integration, gegen die übereinandergelagerte Schicht, wie sie sich in manchen Stationen beobachten lässt). Die Frage der nicht qualifizierten Walliserinnen und Walliser, die durch die KI-Transformation exponiert sind, ist ihrerseits die eigentliche Bedingung für die demokratische Unterstützung der laufenden Umwälzungen.
Die französische Fassung ist massgebend.