Kapitel 10 · 1 min
Treuhand, Recht, Beratung
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Das exponierteste Glied im kantonalen Wirtschaftsgefüge, und das Terrain, auf dem die wirtschaftliche These des Essays ihren vollständigsten Ausdruck findet. Mehrere hundert Treuhandbüros, Dutzende Anwaltskanzleien, Ingenieurbüros, Beratungsunternehmen: ein zersplittertes (mehrheitlich unter zehn Mitarbeitende) und regionales Gefüge. Die Transformation ist bereits im Gange: Buchhaltungsarbeit auf Basisebene teilweise automatisierbar, juristische Standardredaktion beschleunigt, Dokumentenrecherche, die von Stunden auf Minuten schrumpft. Der auf mittleren Aufgaben beruhende Umsatz erodiert unaufhaltsam, über fünf bis zehn Jahre. Für ein Treuhandbüro mit acht Personen spielt die Verschiebung in beide Richtungen: Zugang zu komplexen Mandaten, die gestern noch den grossen internationalen Kanzleien vorbehalten waren, Rückkehr der regionalen Massanfertigung gegenüber standardisierten Plattformen. Die Bedingung bleibt die Architektur der Erfahrenen. Hinzu kommt der diffuse Druck globaler Plattformen, die lautlos die einfachen Fragen absorbieren. Der Trumpf der regionalen intellektuellen Berufe (Berufsgeheimnis, territoriale Verankerung, langjähriges Vertrauen) wird zum kommerziellen Argument, sofern man ihn mit praktischer Souveränität ausstattet: Werkzeuge, die schweizerischem Recht entsprechen, Daten, die auf dem Territorium bleiben, eine Verantwortungskette unter Schweizer Gerichtsbarkeit.
Die französische Fassung ist massgebend.